Pfadfinder Bretten


Stegreiftheater: Nachts auf dem Zeltplatz

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Dieses Stegreiftheaterstück / Improvisationstheater wird von den unvorbereiteten Mitspielern gespielt, während ein Leiter vorliest. Nur die “Pfadfinderleiterin” und der “Pfadfinderleiter” sollten ihren Text (und nur den) kurz vorher auswendig lernen.

PDF-Version (zum Lesen und Drucken empfohlen)

Nachts auf dem Zeltplatz

Ein Stegreiftheater für 24 Wölflinge in zwei Akten

Es spielen mit:

1 Vorhang (2 Personen)

5-6 Wölflinge

1 Zug

5-6 Bäume

1 Gebüsch

1 Mond

1 Pfadfinderleiterin

1 Pfadfinderleiter

1 Käuzchen

1 Fledermaus

1 knarrzende Plumpsklotüre

1 markerschütterndes Geräusch

1. Akt

Der Vorhang geht auf.

Wir blicken auf die idyllische Kulisse eines reizenden Städtchens im Kraichgau, an dessen Rand, in einem kleinen Wäldchen an der Bahnlinie, eine Gruppe Pfadfinder ihre Zelte augeschlagen hat. Es war ein anstrengender Tag, die Wölflinge schlafen friedlich in ihren Schlafsäcken und schnarchen laut. Selbst die lauten Züge, die draußen ständig vorbeirattern, können sie nicht aufwecken.

Um die Zelte herum – hohe Bäume, die Lichtung beschattend. Dunkelheit liegt über dem Lager. Der Nachtwind bewegt die Bäume hin und her, hin und her.

Der Mond geht auf.

Die Bäume bewegen sich im Nachtwind.

Die Wölflinge schnarchen.

Der Zug rattert.

Es ist kalt, bitterkalt.

Da tritt plötzlich der Pfadfinderleiter ___________ aus dem Eingang der Jurte. Mit schnellen Schritten eilt er in Richtung des Plumpsklos. Er hält kurz inne und sieht sich um.

Unheimlich ist es hier draußen.

Das Käuzchen ruft.

Die Bäume bewegen sich im pfeifenden Nachtwind.

Schon will er weitergehen – doch da – hinter dem Gebüsch – eine dunkle Gestalt.

Kauert dort nicht eine dunkle Gestalt?

Geistesgegenwärtig nimmt ___________ einen Stock und schlägt auf das Gebüsch ein. Doch dahinter ist es leer. Niemand kauert dort.

Mit klopfendem Herzen geht ___________ weiter zum Plumpsklo. Die Türe quietscht laut. ___________ setzt sich und schließt die Türe wieder.

Die Bäume rauschen im Wind.

Die Wölflinge schnarchen.

Der Zug rattert.

Das Käuzchen ruft.

Der Mond geht unter.

Der Vorhang fällt.

Ende 1. Akt

2. Akt

Der Vorhang öffnet sich.

Der Mond geht auf.

Da – das Pfadfinderlager auf der Waldlichtung. Die Wölflinge schlafen tief in ihren Schlafsäcken und schnarchen laut. Darum herum – die Bäume bewegen sich im Wind. Der Zug rattert.

Quietschend öffnet sich die Türe des Plumpsklos. ___________, der Pfadfinderleiter tritt heraus, und sieht sehr erleichtert aus. Langsam geht er zurück in Richtung der Zelte.

Das Käuzchen ruft.

Kalt ist es, dunkel und unheimlich. ___________ fröstelt.

Da plötzlich – ein Rascheln im Gebüsch!

Und jetzt sieht ___________ es: Eine dunkle Gestalt schleicht zwischen den rauschenden Bäumen.

Langsam, ganz vorsichtig bewegt sich die Gestalt, als wolle sie jedes Geräusch vermeiden.

Plötzlich zerschneidet ein markerschütterndes, unmenschlich klingendes, fürchterliches Geräusch die Stille!

Es kommt genau aus der Richtung der dunklen Gestalt. Und jetzt, ganz langsam, setzt sich die dunkle Gestalt in Bewegung – genau auf ___________ zu!

___________s Beine sind wie am Boden festgewachsen. Entsetzt sieht er den Schatten auf sich zukommen. Er öffnet den Mund, aber kann vor Angst nicht schreien. Näher und näher kommt die Gestalt.

„Ach du bist es! Hast du das auch gehört?“ Es ist die Pfadfinderleiterin ___________. Der Pfadfinderleiter atmet auf: „Du hast mich vielleicht erschreckt.“

Wieder zerreißt das markerschütternde Geräusch die Stille. „Komm, wir sehen nach!“. Furchtlos nimmt Pfadfinderleiterin ___________ den Pfadfinderleiter ___________ an der Hand und geht mit ihm Richtung der grässlichen Schreie.

Die Bäume bewegen sich im Nachtwind. Der Zug rattert. Die Wölflinge schnarchen.

Das Käuzchen ruft.

Hand in Hand laufen ___________ und ___________ in Richtung des Plumpsklos.

Von dort muss das Geräusch gekommen sein. Und da ertönt es wieder, noch lauter als zuvor!

Erschrocken schmiegt sich Pfadfinderleiter ___________ an die Pfadfinderleiterin ___________.

Das war dicht vor ihnen! Genau auf der Rückseite des Plumpsklos.

Vorsichtig gehen sie um das Klo herum.

Und da, dich unterm Dach, da ist es wieder!

Mit zitternden Händen hebt Pfadfinderleiter ___________ seine Taschenlampe und leuchtet unter das Dach.

Wieder der Schrei! Eine Fledermaus fliegt verstört über die Köpfe der beiden Pfadfinder hinweg und landet in einem nahen Baumwipfel. Von ihr kommen diese seltsamen Geräusche.

Erleichtert atmen die beiden auf. Langsam laufen sie zurück in Richtung der Jurte, wo die Wölflinge schnarchen.

Die Bäume bewegen sich im rauschenden Nachtwind. Der Zug rattert.

Beruhigt kriechen ___________ und ___________ in ihre warmen Schlafsäcke.

Das Käuzchen ruft. Die Fledermaus flattert. Der Zug rattert. Die Wölflinge schnarchen.

Die Bäume bewegen sich im Wind.

Der Mond geht unter.

Der Vorhang fällt.

ENDE

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